Arthritis- und Parkinson-Rollatoren – für schmerzende Hände und unsicheren Gang
Bei Arthritis und bei Parkinson scheitert das Gehen an unterschiedlichen Dingen – und deshalb helfen unterschiedliche Geräte. Wer entzündete Finger- und Handgelenke hat, kann sich nicht auf Handgriffe stützen und die Bremse kaum betätigen. Wer mit Parkinson lebt, kennt dagegen Momente, in denen die Füsse am Boden kleben, oder ein Tempo, das sich nach vorne beschleunigt. Und wer eine Körperseite kaum einsetzen kann, kommt mit zwei getrennten Bremshebeln nicht zurecht. Ein Standardrollator löst keinen dieser drei Fälle. Bei Careproduct finden Sie Modelle, die darauf ausgelegt sind – online oder mit persönlicher Beratung vor Ort.
Bei Arthritis, Rheuma oder schmerzenden Fingergelenken tragen Unterarmauflagen das Gewicht über die Unterarme, und die Bremsgriffe sitzen direkt an der Auflage. Bei Parkinson sorgt eine Schleppbremse für gleichmässiges Tempo. Bei einseitiger Einschränkung führt eine Einhandbremse beide Bremsen auf einen Hebel zusammen – dafür ist diese Kategorie gemacht.
- Für Spaziergänge auf Kies, Waldwegen und Kopfsteinpflaster sind Outdoor-Rollatoren die richtige Wahl: grössere Räder, dämpfende Bereifung, mehr Bodenfreiheit.
- Für Wohnung, Flur und enge Türen eignen sich Indoor-Rollatoren besser – schmal, wendig und mit Rädern, die den Boden schonen.
- Ersatzteile, Taschen, Getränkehalter und Stockhalter finden Sie beim Zubehör für Rollatoren in einer eigenen Kategorie.
- Wenn Sie zuerst das ganze Sortiment vergleichen möchten, verschaffen Ihnen die Rollatoren einen Überblick über alle Bauformen.
Weitere Mobilitätshilfen finden Sie in unserer Übersicht. Schauen Sie sich die Modelle in Ruhe an, rufen Sie uns an, oder nutzen Sie die Beratung für Arthritis- und Parkinson-Rollatoren vor Ort in Oberwil-Lieli und Wallisellen.
Arthritis-Rollatoren: das Gewicht auf die Unterarme statt auf die Hände
Bei Arthritis, rheumatoider Arthritis oder schmerzenden Fingergelenken ist das Problem nicht das Gehen, sondern das Stützen. Ein normaler Rollator verlangt, dass die Hände greifen und tragen – genau das, was bei entzündeten Gelenken schmerzt und Kraft kostet. Morgens, nach der Steifigkeit, ist es oft am schwierigsten.
Arthritis-Rollatoren verlagern die Last: Gepolsterte Unterarmauflagen nehmen das Gewicht über den Unterarm auf, die Hände umfassen nur noch locker einen Griff, ohne selbst tragen zu müssen. Bei den Tiger-Modellen sitzen die Bremsgriffe direkt an den Unterarmstützen – die Bremse lässt sich also bedienen, ohne die Stützhaltung aufzugeben.
Drei Details machen im Alltag den Unterschied. Die Auflagen müssen in der Höhe zur Person passen, sonst wandert die Belastung in die Schultern. Die Bremsen sollten sich mit wenig Kraft auslösen lassen. Und die Räder sollten gedämpft sein, weil jeder Stoss über den Rahmen direkt im Arm ankommt – deshalb gibt es diese Bauform auch als Outdoor-Ausführung.
Der Nebeneffekt: Wer sich auf Unterarmen abstützt, geht aufrechter als jemand, der über Handgriffe nach vorne gebeugt schiebt.
Parkinson-Rollatoren: gegen Blockaden und gegen zu schnelles Gehen
Parkinson verändert das Gehen auf zwei Arten, die sich fast widersprechen. Beim Freezing bleiben die Füsse plötzlich am Boden, obwohl der Kopf weitergehen will – oft an Türschwellen, in engen Gängen oder beim Richtungswechsel. Beim Festinationsgang wird umgekehrt jeder Schritt kürzer und schneller, der Oberkörper läuft dem Gerät hinterher.
Ein Parkinson-Rollator antwortet vor allem auf das zweite Problem. Eine Schleppbremse legt einen einstellbaren Dauerwiderstand auf die Räder: Der Rollator rollt nicht von selbst davon, das Tempo bleibt gleichmässig. Dazu kommen eine schmale, wendige Bauform – weil Blockaden besonders häufig in Türen und an Engstellen auftreten – und ein geringes Gewicht, damit sich das Gerät auch bei nachlassender Kraft führen lässt.
Der Gemino 30 Parkinson aus unserem Sortiment ist genau für diesen Einsatz entwickelt. Welche Ausstattung im Einzelfall hilft, sollten Sie mit der behandelnden Ärztin, dem Neurologen oder der Physiotherapie besprechen – dort wird das Gangbild beobachtet, und das ist die Grundlage für die Auswahl.
Arthritis oder Parkinson – die Unterschiede im Überblick
| Arthritis-Rollator | Parkinson-Rollator | |
|---|---|---|
| Grundproblem | Schmerz und Kraftverlust in Händen und Handgelenken | Gangblockaden, unkontrolliertes Tempo |
| Abstützung | gepolsterte Unterarmauflagen | klassische Handgriffe, ergonomisch |
| Bremse | Bremsgriffe an der Unterarmstütze | Schleppbremse mit einstellbarem Widerstand |
| Bauform | stabil, auch als Outdoor-Ausführung | schmal und wendig, geringes Gewicht |
| Typischer Anlass | Rheuma, entzündete Fingergelenke | Freezing, Festinationsgang |
Die Fälle schliessen sich nicht aus. Wer beide Diagnosen hat, braucht ein Modell, das die passenden Merkmale zusammenbringt – das ist die Konstellation, bei der sich ein Beratungsgespräch am meisten lohnt.
Worauf Sie bei der Anpassung achten sollten
Bei diesen Modellen entscheidet die Einstellung stärker über den Nutzen als bei Standardrollatoren. Die Höhe der Unterarmauflagen muss so gewählt sein, dass die Schultern locker bleiben und der Oberkörper aufrecht steht – sitzt sie zu hoch, ziehen die Schultern nach oben, sitzt sie zu tief, entsteht wieder eine gebeugte Haltung.
Bei der Schleppbremse kommt die Einstellung des Widerstands dazu. Zu wenig bringt nichts, zu viel macht das Schieben anstrengend. Der richtige Wert ergibt sich beim Ausprobieren, nicht im Katalog.
Wie bei jedem Rollator gilt zusätzlich: Griff- beziehungsweise Auflagenhöhe zur Körpergrösse, Belastbarkeit laut Produktbeschreibung und – wenn das Gerät ins Auto muss – das Faltmass.
Wenn der Rollator nicht mehr das richtige Hilfsmittel ist
Ein Rollator setzt voraus, dass Gehen grundsätzlich möglich ist. Bei leichter Unsicherheit oder einseitiger Entlastung reicht oft auch eine Gehhilfe wie ein Gehstock oder eine Unterarmgehstütze. Bei Gleichgewichtsproblemen und unsicherem Gangbild ist ein Rollator dagegen die bessere Empfehlung, weil er beidseitigen Halt und eine breite Standfläche bietet – das gilt bei Parkinson besonders.
Wird das Gehen über längere Strecken dauerhaft zu anstrengend, ist ein Rollstuhl die nächste Stufe. Und wer im Nahbereich zurechtkommt, aber weitere Wege nicht mehr schafft, gewinnt mit einem Elektromobil für Senioren Reichweite zurück. Beides schliesst den Spezialrollator nicht aus – viele nutzen ihn weiterhin für die Wege, auf denen sie zu Fuss unterwegs sind.
Kostenbeteiligung über Krankenkasse und Pro Senectute
Rollatoren stehen in der Regel nicht auf der Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) und werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung meist nicht übernommen. Die AHV leistet für Rollatoren ebenfalls keinen direkten Pauschalbeitrag – anders als für Rollstühle. Bei Zusatzversicherungen kann eine Kostenbeteiligung möglich sein, das hängt vom Vertrag ab. Gerade bei Spezialmodellen für Arthritis oder Parkinson stehen die Chancen mit einer ärztlichen Verordnung deutlich besser – lassen Sie sich das Rezept mit der Diagnose ausstellen und klären Sie den Anspruch vor dem Kauf mit Ihrer Krankenkasse. Pro Senectute unterstützt in Einzelfällen bei der Finanzierung von Hilfsmitteln für ältere Menschen – die Beratungsstelle in Ihrer Region gibt dazu Auskunft.
Beratung und Service bei Careproduct
Bei Arthritis und Parkinson entscheidet die Passform stärker als bei jedem anderen Rollator. Careproduct ist ein Schweizer Fachhändler für Mobilitätshilfen mit kostenloser Beratung unter 0800 88 44 44 und zwei Ausstellungen in Oberwil-Lieli und Wallisellen, in denen Sie die Modelle ausprobieren und einstellen lassen können. Wenn Sie einen Bericht der Physiotherapie oder eine ärztliche Empfehlung haben, bringen Sie diese mit – das verkürzt die Suche erheblich. Sie bestellen online oder per Click & Collect, die Lieferung erfolgt in 1–2 Arbeitstagen und ist ab CHF 250.– versandkostenfrei. Es gilt ein Rückgaberecht von 14 Tagen, bezahlt wird bequem auf Rechnung, per Twint, Kredit- oder Debitkarte.
Häufige Fragen zu Arthritis- und Parkinson-Rollatoren
Ein Arthritis-Rollator ist ein Rollator mit gepolsterten Unterarmauflagen. Das Körpergewicht wird über die Unterarme abgestützt statt über Hände und Handgelenke, die Bremsgriffe sitzen an der Auflage. Er wird auch als Rheuma-Rollator bezeichnet und eignet sich bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und bei eingeschränkter Handkraft.
Kennzeichnend ist die Schleppbremse: ein einstellbarer Dauerwiderstand an den Rädern, der zu schnelles Gehen verhindert und das Tempo gleichmässig hält. Dazu kommen eine schmale, wendige Bauform und ein geringes Gewicht.
Als Freezing wird bei Parkinson das plötzliche Blockieren der Schritte bezeichnet – die Füsse bleiben am Boden, obwohl die Person weitergehen möchte. Es tritt gehäuft an Türschwellen, in engen Gängen und beim Richtungswechsel auf. Eine schmale Bauform und ein gleichmässiges Tempo können solche Situationen entschärfen.
Ein Standardrollator belastet Hände und Handgelenke und ist bei entzündeten Gelenken oft ungeeignet. Modelle mit Unterarmauflagen nehmen diese Belastung weg. Ob ein Rollator im konkreten Fall passt, klären Sie am besten mit der behandelnden Ärztin oder der Physiotherapie.
Rollatoren stehen in der Regel nicht auf der MiGeL und werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung meist nicht übernommen. Bei Zusatzversicherungen kann eine Kostenbeteiligung möglich sein – bei Spezialmodellen mit ärztlicher Verordnung und dokumentierter Diagnose stehen die Chancen besser. Auch Pro Senectute unterstützt in Einzelfällen bei der Finanzierung.
