Informationen rund um den Rollator

Woher kommt der Rollator?

Die Geschichte des Rollators startet im Jahr 1978 als die Schwedin Aina Wifalk den Rollator erfand. Sie war aufgrund einer Kinderlähmung selbst gehbehindert.

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Für wen und was ist der Rollator eigentlich gut?

Jederzeit mobil sein - wer wünscht sich das nicht! Was aber, wenn es zunehmend Probleme bereitet, das Haus zu verlassen? Dann ist es gut zu wissen, dass es den Rollator, die Gehhilfe mit vier Rädern, gibt. Aber nicht nur Mobilität für ältere Personen ermöglicht der Rollator, er bringt noch sehr sinnvolle Funktionen:

  • Der Rollator kann für alle Altersgruppen eine Hilfe sein

    Dient dauerhaft oder zeitweilig körperlich schwachen Personen als Mobilitätshilfe.

  • Ein Rollator bringt Selbständigkeit

    Die selbständige Mobilität ist Lebensqualität.

  • Ein Rollator vereinfacht die Alltagsbewältigung

    Ermöglicht Sitz-Pausen bei längeren Strecken, die integrierte Einkaufstasche trägt z.B. die Einkäufe.

  • Ein Rollator bringt Sicherheit

    Fühlt man sich beim Gehen unsicher oder hat Gleichgewichtsstörungen, bringt der Rollator Stabilität.

  • Ein Rollator schützt vor Hindernissen

    Wenn das Sehvermögen nachlässt, hilft ein Rollator als Puffer und unterstützt, dass man sich auf die Umgebung konzentrieren kann.

Auf was muss ich achten beim Rollator-Kauf?

1. Achtung: Der Rollator ist ein Medizinprodukt

Der Rollator ist ein Medizinprodukt der Klasse 1 und muss über ein gültiges europäisches Konformitätszertifikat inklusive «CE»-Kennzeichnung auf dem Rollator verfügen.

Nicht konforme Medizinprodukte schaden in erster Linie den Patienten und können z.B. bei Unfällen Herausforderungen betreffend der Haftung mit sich bringen, die sich niemand wünscht.

Direktimporte aus China haben vielmals auch ein «CE»-Zeichen, verfügen aber nicht über gültige europäische Zertifikate. Aber auch in der Schweiz gibt es «Schwarze Schafe» - besonders bei Angeboten von Nicht-Fachhändlern.

Careproduct garantiert Ihnen bei Einkauf ein verkehrsfähiges Produkt mit gültigem Zertifikat. Sie entsprechen den Sicherheitsstandards, welche gesetzlich verlangt werden. Wir haben alle Rollator-Zertifikate bei uns im Hause.

2. Der Rollator-Kauf über Internet ist nicht schwierig, wenn man die wichtigsten Kriterien kennt

Bei der Verkaufsberatung eines Rollators berücksichtigen wir mehrere wichtige Kriterien, welche dem Kunden aufgezeigt und erklärt werden, so dass er die richtige Wahl treffen kann. Jeder Kunde hat dabei bekanntlich verschiedene Präferenzen:

  • Sitzmöglichkeit: Rollator-Sitzfläche bietet genügend Platz.

  • Bequem Laufen: Handgriffe sind gut greifbar und anatomisch geformt.

  • Stabiler und einfacher Faltmechanismus für den Transport: Rollator sollte auch im gefalteten Zustand aufrecht stehen können.

  • Nicht nur eine Gehhilfe: Einkaufskorb und Ablagefläche sind praktisch, um Güter zu transportieren.

  • Für Ihre Sicherheit: Gute funktionierende, stabile Bremsen mit Feststellfunktion.

  • Gewicht: Ein leichter Rollator vereinfacht die Handhabung in der Regel sehr.

Alle Rollatoren von Careproduct bieten diese Funktionalitäten. Detailspezifikationen betreffend den verschiedenen Grössen, Gewicht etc. finden Sie in den jeweiligen Produktbeschreibungen.

Bitte beachten: die speziellen Indoor-Rollatoren haben keine Sitzmöglichkeit. PS: alle Rollatoren von Careproduct können aber auch Indoor gebraucht werden.

Wie ist der Rollator richtig eingestellt für den täglichen Gebrauch?

  • Es wird empfohlen, die Handgriffe auf der Höhe der Handgelenke bei hängendem Arm und aufrechtem Stand einzustellen. Wenn Sie die Höheneinstellung der Handgriffe für Ihren Kunden vornehmen, stellen Sie sich am besten hinter den Rollator, sie haben so die beste Übersicht.

  • Ein häufiger Fehler ist, dass die Rollator-Griffe zu hoch eingestellt werden. Der Rollator-Nutzer geht dann nicht mehr zwischen den Rollator-Rädern sondern dahinter, was zu einer gebückten Körperhaltung führt. Leicht stützendes Gehen ist so nicht möglich.

Es gibt aber auch Ausnahmen, wenn aus therapeutischer Sicht die Handgriffe bewusst höher eingestellt werden sollen, oder wenn durch Krankheit oder Behinderung ein Ausgleich durch bewusste Körperkorrekturhaltungen hergestellt werden soll.

Wie werden die Bremsen richtig betätigt?

Fahr-Bremse
  • Fahr-Bremse: Wie beim Velo halten die Hände die Griffe
  • Die Finger ziehen die Bremshebel nach oben
...
Park-Bremse
  • Beide Bremshebel nach unten drücken bis sie spürbar einrasten
  • Die Hinterräder sind jetzt blockiert
...

Ein paar Tipps von unseren erfahrenen Kunden für den täglichen Rollator-Einsatz

Der Rollator ist das ideale Hilfsmittel, um sicher mobile zu bleiben. Die hier präsentierte Fahrschule für Rollatorfahrer hilft Ihnen sich sicher im öffentlichen Verkehr zu bewegen, sowie sichere Spaziergänge mit dem Rollator zu unternehmen. Weiter erklären wir wichtige Begriffe und Einstellungen.
Die Fahrschule wurde mit freundlicher Unterstützung von Helmut Schöll realisiert, Copyright © by Helmut Schöll.

Sicher mit dem Rollator unterwegs sein: Spazieren und Pause machen

Sicherheitshinweise:

  • Gerade vor die Trottoirkante fahren nicht schräg
  • Beide Hände halten die Griffe
  • Beide Füsse am Boden

Randsteine und Hindernisse überwinden mit dem Rollator

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1. Bremsen

  • Gerade vor das Hindernis fahren
  • Beidseits bremsen "Fahr-Bremse" nach oben ziehen
...

2. Rollator rückwärts

  • Gebremsten Rollator rückwärts ziehen, so dass die Vorder-Räder angehoben werden
  • Beide Griffe nach unten drücken
...

3. Bremsen lösen

  • In dieser Position die Bremsen lösen
...

4. Vorwärts

  • Rollator vorwärts stossen

Absitzen auf dem Rollator

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1. Parkbremse betätigen

  • Park-Bremse betätigen
  • Beide Bremshebel nach unten drücken
...

2. Sich umdrehen

  • Einen Handgriff festhalten
  • Sich mit kleinen Schritten umdrehen
...

3. Einen Schritt rückwärts

  • Kniekehle muss die Sitzbank spüren
...

4. Sich setzen

  • Beide Hände fassen die Griffe
  • Absitzen auf der Rollator-Sitzbank

Tipps und Tricks bei kleineren Hindernissen

...

1. Nicht so!

  • Den Rollator nicht über das Hindernis heben
...

2. Absatz schräg anfahrenn

  • Hindernis schräg anfahren
  • Absitzen auf der Rollator-Sitzbank
...

3. Rollator abkippen

  • Rollator zur Seite neigen, damit ein Vorderrad über das Hindernis kommt
  • Diese Seite dann wieder nach unten drücken
...

4. Schritt über Hindernis

Bus, Zug oder Tram fahren mit Rollator

Sicherheitshinweise:

  • Gerade vor die Bustüre fahren, nicht schräg
  • Beide Hände halten die Griffe
  • Beide Füsse am Boden
  • Der Chauffeur hat Verständnis für Sie
  • Sagen Sie ihm Ihre Ziel-Station!
  • Andere Fahrgäste helfen gerne

Einsteigen mit dem Rollator

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1. Bremsen

  • Gerade vor die Tür fahren
  • Beidseits bremsen "Fahr-Bremse" nach oben ziehen
...

2. Rückwärts ziehen

  • Gebremsten Rollator rückwärts ziehen, so dass die Vorder-Räder angehoben werden
  • Beide Griffe nach unten drücken
...

3. Bremsen lösen

  • In dieser Position die Bremsen lösen
...

4. Vorwärts

  • Mit Rollator in den Bus, Zug oder Tram

Bus, Zug oder Tram fahren und aussteigen

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1. Rollator im Bus parkieren

  • Park-Bremse betätigen
  • Beide Bremshebel nach unten drücken
...

2. Sitzen

  • Sitzen auf dem Fahrgast-Sitz
  • NICHT auf den Rollator sitzen
  • Sturzgefahr bei unerwartetem Bremsen!
...

3. Bus STOP

  • Sitzen bleiben, bis der Bus still steht
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4. Bremsen lösen

  • Beide Bremshebel nach oben
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5. Rückwärts zur Bus-Türe

  • Mit dem Rollator rückwärts zur Bustür fahren
...

6. Rollator Park-Bremse

  • Park-Bremse betätigen
  • Rollator bleibt im Bus stehen
...

7. Rückwärts aussteigen ohne Rollator

  • Festhalten an der Haltestange
...

8. Rollator holen

  • Park-Bremse lösen
  • Rollator holen

Wichtige Informationen zum Rollator

Begriffe

Fahr-Bremse
  • Fahr-Bremse: Wie beim Velo halten die Hände die Griffe
  • Die Finger ziehen die Bremshebel nach oben
...
Park-Bremse
  • Beide Bremshebel nach unten drücken bis sie spürbar einrasten
  • Die Hinterräder sind jetzt blockiert
...

Einstellungen

Rollator-Höhe
Körperhaltung
  • Nutzer steht zwischen den Rollator-Holmen, aufrecht mit locker hängenden Armen
  • Die Griffe werden auf Handgelenk-Höhe eingestellt
...
Bremsen
Bremse ist Sicherheit!
  • Die Bremszüge haben Verschraubungen wie beim Velo – je nach Modell verschieden
  • Drehen nach links erhöht den Bremsdruck auf das Rad
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Haltung

Aufrechter Gang
  • Rollator nicht vor sich her schieben
  • Im Rollator gehen: Füsse auf gleicher Höhe wie die Hinterräder
  • Arme stützen sich auf den Rollator
...

3 wichtige Faktoren zur Benützung des Rollators

1. Sicher

  • Beide Füsse am Boden und beide Hände an den Griffen. So hat der Nutzer den Rollator im Griff.
  • Voraussetzung dafür sind richtig eingestellte Bremsen und Räder, sodass die Bremsen exakt ansprechen.
  • Richtig eingestellte Holmen-Höhe, die stützendes Gehen ermöglicht.

2. Einfach

  • Keine zusätzlichen Manipulationen mit den Händen und den Füssen.
  • Keine Benützung der Ankipphilfe mit den Füssen bei Hindernissen.
  • Keine zusätzlichen Handhebel ausser den Bremsen.

3. Nachhaltig

  • Einüben von Verhaltensmustern, die auch bei abnehmender Körperkraft und zunehmender Unsicherheit (Gleichgewicht, Schwindel) die sichere Benützung des Rollators noch möglichst lange ermöglichen.

Empfehlung für Ihre Sicherheit

  • Parkieren Sie den Rollator immer mit festgestellter Bremse/Parkbremse!
  • So gibt er Ihnen Halt, wenn Sie nach ihm greifen.

Besondere Schwierigkeiten mit dem Rollator

Rollator als Last-Esel

Einkaufs-Korb auf dem Rollator

  • Bei Schritt 2 Rückwärts¨muss der Rollator gebremst so weit rückwärts gekippt werden, dass das Lastgewicht hinter den Kipppunkt der Hinterräder kommt.
  • In dieser Stellung Schritt 3 Lösen, zugleich Griffe nach unten drücken und Schritt 4 Vorwärts ausführen.

Einkaufstasche auf der Sitzbank:

  • Tasche fixieren mit Gepäckträger­Gummiseil waagrecht zwischen den Holmen.

Rutschige Strasse

Schneematsch und Eis

  • Beim Manövrieren bleiben beide Füsse auf dem Boden.
  • Benützen Sie nicht die Ankipphilfe
  • Verfahren Sie wie vorne nach Schritt 1 bis 4 zu Ihrer Sicherheit.

Zu wenig Kraft in den Händen

Keine Regel ohne Ausnahme!

  • Entwickeln Sie Ihre eigene Methode
    z.B.: Schuh hinter das Rad /Rad stoppen zum Kippen

© Careproduct AG (Fotos und Text)

Die praktischen Tipps wurden mit der freundlichen Unterstützung von Helmut Schöll kreiert.

Alle Inhalte dienen ausschliesslich der allgemeinen Information. Für die Korrektheit und Vollständigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Hinweise und Empfehlungen sind unverbindlich. Eine Haftung des Herausgebers für Schäden, die sich aus der Verwendung der Informationen ergeben, ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.