Rollstühle für mehr Selbstständigkeit im Alltag
Ein Rollstuhl verändert den Alltag – ob nach einem Unfall, bei fortschreitender Erkrankung oder mit nachlassender Kraft im Alter. Er bringt Beweglichkeit dort zurück, wo Gehen nicht mehr oder nicht mehr auf längeren Strecken möglich ist. Bei Careproduct kaufen Sie Rollstühle für den Alltag – für Reisen genauso wie für die Pflege – online oder mit persönlicher Beratung vor Ort. Welches Modell passt, hängt davon ab, ob Sie selbst fahren oder geschoben werden, wie viel der Rollstuhl wiegen darf und für welche Situationen er eingesetzt wird.
- Wer den Rollstuhl selbst fährt und dabei jedes Kilo zählt, ist mit Leichtgewicht-Faltrollstühlen aus Aluminium gut versorgt – wendig, faltbar und für Innen- wie Aussenbereich geeignet.
- Wenn ein solider Alltagsbegleiter mit klassischer Ausstattung gefragt ist, bieten Standard-Faltrollstühle mit Greifreifen und Begleitpersonenbremse eine bewährte Grundversorgung – stabil, verlässlich und günstig im Einstieg.
- Für Reisen, Ausflüge oder gelegentliche Nutzung sind Transportrollstühle mit kleinen Rädern die richtige Wahl – leicht, kompakt, passt in den Kofferraum.
- Bei intensivem Pflegebedarf geben Multifunktions- und Pflegerollstühle mit Sitzkantelung, Rückenverstellung und ergonomischen Optionen den nötigen Komfort für langes Sitzen.
- Für Ersatzteile, Bereifung, Beinstützen, Kopfstützen, Regenschutz oder Rollstuhltaschen finden Sie unser Zubehör für Rollstühle übersichtlich in einer eigenen Kategorie.
Selbst fahren oder geschoben werden – der Rollstuhl folgt der Situation
Der wichtigste Punkt bei der Wahl ist die Frage, ob die Person selbst fährt oder von einer Begleitperson geschoben wird. Selbstfahrer brauchen grosse Hinterräder mit Greifreifen, damit sie sich mit den Armen fortbewegen können – und ein möglichst geringes Gesamtgewicht, damit das Antreiben nicht zu anstrengend wird. Wird der Rollstuhl überwiegend geschoben, sind Transportrollstühle mit kleineren Rädern und einer Begleitpersonenbremse die praktischere Wahl. Und wenn das Schieben über längere Strecken zur körperlichen Belastung wird, kann eine Schiebehilfe mit elektrischem Antrieb die Begleitperson deutlich entlasten – sie wird an den Rollstuhl angebracht und übernimmt einen Teil der Antriebs- und Bremsarbeit.
Gehhilfe oder Rollator – wo liegt der Unterschied?
Beide unterstützen beim Gehen, aber sie tun es sehr unterschiedlich. Eine klassische Gehhilfe – etwa ein Gehstock, eine Krücke oder ein Gehbock – gibt direkten Halt am Körper und wird bei jedem Schritt mitgeführt oder umgesetzt. Sie eignet sich für kürzere Strecken und ist leicht zu transportieren. Ein Rollator hat Räder, oft eine Sitzfläche und einen Korb für Einkäufe – er wird geschoben und ist auf längere Strecken ausgelegt, drinnen wie draussen. Faustregel: Wenn Sie zwischendurch eine Pause brauchen oder etwas transportieren wollen, ist ein Rollator meist die bessere Wahl; wenn Sie punktuell Halt brauchen oder eine Körperseite entlasten wollen, reicht eine Gehhilfe. Auch bei Gleichgewichtsproblemen oder unsicherem Gangbild ist ein Rollator oft die bessere Empfehlung, weil er beidseitigen Halt und eine breite Standfläche bietet. Passende Rollatoren finden Sie in unserer separaten Kategorie.
Die richtige Grösse macht den Rollstuhl erst zum Rollstuhl
Ein Rollstuhl entlastet nur dann, wenn er zur Person passt. Drei Masse sind entscheidend: Sitzbreite – gemessen an der breitesten Stelle des Beckens im Sitzen, plus etwa 2 cm für Bewegungsspielraum. Sitztiefe – Oberschenkellänge minus rund 4 cm, damit die Kniekehlen nicht am Sitz drücken. Sitzhöhe – Unterschenkellänge plus rund 4 cm, gemessen ab Fussboden bis Sitzfläche (ein eingesetztes Sitzkissen dazuzählen). Passende Rollstuhlkissen und Sitzkissen verbessern nicht nur den Komfort, sondern verteilen den Druck und beugen Dekubitus vor – besonders bei Menschen, die viele Stunden am Tag sitzen.
Rollstuhl als Medizinprodukt – Zertifizierung und Sicherheit
Ein Rollstuhl ist mehr als ein Fortbewegungsmittel. Er ist ein Medizinprodukt der Klasse I und braucht eine gültige CE-Kennzeichnung mit Konformitätserklärung des Herstellers. Diese bestätigt, dass der Rollstuhl die vorgeschriebenen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfüllt. Nicht zertifizierte Modelle bergen Risiken – im Alltag wie im Schadenfall. Alle Rollstühle bei Careproduct sind zertifiziert und verkehrsfähig, die Konformitätsdokumente führen wir im Haus und stellen sie auf Anfrage zur Verfügung.
Kostenbeteiligung über AHV und Krankenkasse
Wer eine AHV-Rente bezieht, in der Schweiz wohnt und voraussichtlich dauernd auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat Anspruch auf einen Pauschalbeitrag der AHV: CHF 900.– für einen Rollstuhl ohne Motor, beanspruchbar alle fünf Jahre. Bei medizinischer Spezialversorgung – etwa bei besonderem Körpergewicht, Amputationen oder Kontrakturen – erhöht sich der Beitrag auf CHF 1'840.–, bei zusätzlicher akuter Dekubitusgefahr auf CHF 2'200.–. Der Antrag läuft über die zuständige Ausgleichskasse und braucht eine ärztliche Verordnung. Für IV-Bezüger gelten eigene Regeln – die Abklärung erfolgt frühzeitig bei der IV-Stelle. Wir empfehlen, den Anspruch vor dem Kauf zu klären, damit die Kostengutsprache rechtzeitig vorliegt.
Beratung und Service bei Careproduct
Ein Rollstuhl ist eine Anschaffung, die zum Alltag der Person passen muss. Careproduct ist ein Schweizer Fachhändler für Mobilitätshilfen mit kostenloser Beratung unter 0800 88 44 44 und zwei Ausstellungen in Oberwil-Lieli und Wallisellen, in denen Sie viele Modelle vor dem Kauf ausprobieren und auf Ihre Körpergrösse einstellen lassen können. Sie bestellen online oder per Click & Collect, die Lieferung erfolgt in 1–2 Arbeitstagen und ist ab CHF 250.– versandkostenfrei. Es gilt ein Rückgaberecht von 30 Tagen, bezahlt wird auf Rechnung. Für Rollstühle bieten wir zusätzlich ein Mietangebot – bei kurzfristigem Bedarf oder wenn Sie ein Modell vor dem Kauf länger testen möchten.
Häufige Fragen zu Rollstühlen
Das hängt davon ab, ob Sie selbst fahren oder überwiegend geschoben werden, wie oft und wie lange der Rollstuhl im Einsatz ist und wie viel er wiegen darf. Selbstfahrer wählen meist einen Leichtgewicht-Faltrollstuhl, für gelegentliche Nutzung ist ein Transportrollstuhl ideal, bei intensivem Pflegebedarf ein Multifunktions- oder Pflegerollstuhl.
Massgeblich sind Sitzbreite, Sitztiefe und Sitzhöhe. Als Richtwerte: Sitzbreite = Beckenbreite plus etwa 2 cm; Sitztiefe = Oberschenkellänge minus etwa 4 cm; Sitzhöhe = Unterschenkellänge plus etwa 4 cm (Sitzkissen dazurechnen). Für die genaue Anpassung empfehlen wir eine Anprobe vor Ort.
Die AHV übernimmt für Rollstühle ohne Motor einen Pauschalbetrag von CHF 900.–, beanspruchbar alle fünf Jahre. Bei Spezialversorgung sind es bis zu CHF 1'840.– und bei Dekubitusgefahr bis zu CHF 2'200.–. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung und der Antrag bei der zuständigen Ausgleichskasse.
Ja. Careproduct bietet Rollstühle auch zur Miete an – sinnvoll bei kurzfristigem Bedarf nach einer Operation oder wenn Sie ein Modell länger testen möchten, bevor Sie sich für einen Kauf entscheiden.

