Transportrollstühle für Reisen und unterwegs
Wer einen Rollstuhl nur gelegentlich braucht – auf Reisen, beim Arztbesuch, als Zweitmodell für unterwegs – sucht meist etwas anderes als den Rollstuhl für den täglichen Gebrauch zu Hause. Transportrollstühle haben keine grossen Antriebsräder mit Greifreifen, die sitzende Person fährt also nicht selbst, sondern wird geschoben. Genau das macht sie leichter, kompakter und günstiger als Selbstfahrer-Modelle. Bei Careproduct kaufen Sie Transportrollstühle von CHF 210.– bis CHF 1'360.– – online oder mit persönlicher Beratung vor Ort.
Vier Transportrollstühle, vier Einsatzarten: Gewicht, Ausstattung und Bereifung führen jeweils zu einem anderen Modell.
- Der Transportfaltstuhl Travelite wiegt nur 9,3 kg und kommt mit eigener Tragetasche – wenn Kompaktheit für Sie das wichtigste Kriterium ist, etwa fürs Flugzeug oder als Handgepäck, ist er die naheliegende Wahl.
- Etwas mehr Ausstattung bietet der Transportrollstuhl Expedition Plus: Ankipphilfe für Bordsteine, eine Doppelfunktionsbremse und ein Beckengurt sind bereits inklusive – gut geeignet für Ausflüge im Freien.
- Wer den Rollstuhl regelmässiger nutzt, findet im Transportrollstuhl Action Transit Lite 2 NG mehr Substanz: zwei getrennte Bremssysteme, modular anpassbar und für den Personentransport zugelassen.
- Der Rollator/Rollstuhl Rollz Motion² 2-in-1 ist eigentlich ein Rollator, der sich bei Bedarf in einen Rollstuhl verwandelt – praktisch, wenn Gehen und Sitzen sich im Alltag abwechseln. Für Waldwege und unebenes Gelände gibt es ihn als Rollz Motion² Performance mit Luftbereifung, sonst baugleich zum Standardmodell.
Grösseren Kontext zu weiteren Rollstühlen finden Sie in unserer Übersicht, ebenso zu allen Mobilitätshilfen im Gesamtsortiment. Stöbern Sie in Ruhe durch die Modelle oder lassen Sie sich Beratung für Transportrollstühle vor Ort geben.
Die fünf Transportrollstühle im Vergleich
Die fünf Modelle in dieser Kategorie unterscheiden sich vor allem in Gewicht, Belastbarkeit und Bremsausstattung. Travelite, Expedition Plus, Action Transit Lite 2 NG und die beiden Rollz-Motion²-Varianten nebeneinander:
| Modell | Gewicht | Belastbarkeit | Sitzbreite | Bremse | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Travelite | 9,3 kg | 115 kg | 45 cm | einfache Grundausstattung | CHF 210.– |
| Expedition Plus | 12 kg | 130 kg | 42 cm | Doppelfunktionsbremse | CHF 284.– |
| Action Transit Lite 2 NG | 13,1 kg | 125 kg | 45 cm | Feststell- & Begleitpersonenbremse | CHF 422.– |
| Rollz Motion² 2-in-1 | 11,6 kg | 125 kg | 45 cm | Trommelbremse | CHF 1'090.– |
| Rollz Motion² Performance | 12 kg | 125 kg | 45 cm | Trommelbremse | CHF 1'360.– |
Selbstfahrer oder Begleitperson – was Transportrollstühle unterscheidet
Bei Standard-Faltrollstühlen und faltbaren Leichtgewichtrollstühlen sorgen grosse Antriebsräder mit Greifreifen dafür, dass die sitzende Person sich selbst fortbewegen kann. Transportrollstühle verzichten bewusst darauf. Das Ergebnis: kleinere Räder, weniger Gewicht, ein kompakteres Faltmass – aber eben auch die Notwendigkeit, dass jemand schiebt. Für viele ist das kein Nachteil, sondern genau der Grund, warum sie sich für diese Kategorie entscheiden – etwa wenn der Rollstuhl nur selten zum Einsatz kommt und dann meist mit Begleitung. Wer lieber selbst fährt, findet in unserem Sortiment an Rollstühlen die passenden Modelle dafür.
Rollz Motion² – wenn Rollator und Rollstuhl in einem Gerät stecken
Die beiden Rollz-Motion²-Modelle passen eigentlich nicht ganz in diese Kategorie, gehören aber trotzdem hierher: Im Kern sind es Rollatoren zum Gehen mit Unterstützung, mit Trommelbremse, höhenverstellbaren Griffen und einem gepolsterten Sitz für Pausen unterwegs. Wird das Gehen zu anstrengend, lässt sich das Gerät in einen Rollstuhl umbauen, den dann eine Begleitperson schiebt. Diese Doppelfunktion erklärt auch, warum die beiden Modelle deutlich mehr kosten als die reinen Transportrollstühle. Die Performance-Version unterscheidet sich nur durch die Luftbereifung – gedacht für Waldboden, Pflastersteine oder unebene Wege, während die Standardversion eher für die Stadt gemacht ist. Beide passen für Körpergrössen zwischen 160 und 190 cm. Gerade bei Gleichgewichtsproblemen oder unsicherem Gangbild ist die Möglichkeit, jederzeit in den Rollstuhl-Modus zu wechseln, ein echter Sicherheitsgewinn.
Worauf es bei einem Transportrollstuhl für Reisen ankommt
Drei Dinge machen den Unterschied, wenn der Rollstuhl mit auf Reisen soll. Zunächst das Gewicht – je leichter, desto einfacher lässt er sich heben, sei es ins Auto oder in den Zug. Mit 9,3 kg ist der Travelite hier das leichteste Modell im Sortiment. Dann das Faltmass, das darüber entscheidet, ob noch Platz im Kofferraum bleibt oder der Rollstuhl sogar als Handgepäck durchgeht. Und schliesslich das mitgelieferte Zubehör: Der Travelite hat eine eigene Tragetasche, der Expedition Plus einen Beckengurt für zusätzliche Sicherheit unterwegs. Bei häufigerem Gebrauch lohnt sich eher der Action Transit Lite 2 NG, der mit zwei getrennten Bremsen ausgestattet ist – eine, die die sitzende Person selbst bedienen kann, und eine zweite für die Begleitperson.
Personentransport und Sicherheit im Fahrzeug
Der Action Transit Lite 2 NG ist laut Hersteller für den Personentransport im Fahrzeug zugelassen. Bei den anderen vier Modellen dieser Kategorie liegt keine entsprechende Angabe vor. Wenn der Rollstuhl regelmässig im Auto mitfährt und die sitzende Person direkt darin gesichert werden soll, sprechen Sie uns vorab an – oder ziehen Sie ein Modell aus unseren faltbaren Leichtgewichtrollstühlen oder Standard-Faltrollstühlen mit Crashtest-Zertifizierung nach ISO 7176-19 in Betracht.
Wann ein Transportrollstuhl nicht die richtige Wahl ist
Ohne Begleitperson zum Schieben bringt ein Transportrollstuhl wenig. In diesem Fall sind faltbare Leichtgewichtrollstühle oder Standard-Faltrollstühle mit Greifreifen die bessere Wahl. Auch für den dauerhaften, täglichen Einsatz mit mehr Sitzkomfort greift man eher zu einem Multifunktions- oder Pflegerollstuhl. Reicht die Armkraft für einen Selbstfahrer-Rollstuhl nicht mehr aus, lohnt sich der Blick auf einen Elektrorollstuhl. Und ist Gehen grundsätzlich noch möglich, reicht oft schon eine Gehhilfe oder ein Rollator. Einen Überblick über alle Mobilitätshilfen finden Sie in unserer Übersicht.
Kostenbeteiligung über AHV und Krankenkasse
Wer eine AHV-Rente bezieht, in der Schweiz wohnt und voraussichtlich dauernd auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat Anspruch auf einen Pauschalbeitrag der AHV: CHF 900.– für einen Rollstuhl ohne Motor, beanspruchbar alle fünf Jahre. Bei medizinischer Spezialversorgung erhöht sich der Beitrag auf CHF 1'840.–, bei zusätzlicher akuter Dekubitusgefahr auf CHF 2'200.–. Der Antrag läuft über die zuständige Ausgleichskasse und braucht eine ärztliche Verordnung. Für IV-Bezüger gelten eigene Regeln – die Abklärung erfolgt frühzeitig bei der IV-Stelle. Wir empfehlen, den Anspruch vor dem Kauf zu klären.
Beratung und Service bei Careproduct
Careproduct ist ein Schweizer Fachhändler für Mobilitätshilfen mit kostenloser Beratung unter 0800 88 44 44 und zwei Ausstellungen in Oberwil-Lieli und Wallisellen, in denen Sie die Modelle direkt vergleichen und ausprobieren können. Für eine Anprobe der Transportrollstühle vor Ort empfehlen wir einen kurzen Anruf vorab. Sie bestellen online oder per Click & Collect, die Lieferung erfolgt in 1–2 Arbeitstagen und ist ab CHF 250.– versandkostenfrei. Es gilt ein Rückgaberecht von 14 Tagen, bezahlt wird bequem auf Rechnung, per Twint, Kredit- oder Debitkarte. Zusätzlich haben wir ein Mietangebot für Rollstühle – bei kurzfristigem Bedarf oder wenn Sie ein Modell vor dem Kauf länger testen möchten. Careproduct bietet zudem einen eigenen Reparaturservice für alle Modelle.
Häufige Fragen zu Transportrollstühlen
Der Transportrollstuhl hat keine grossen Antriebsräder mit Greifreifen und ist nicht zum Selbstfahren gedacht. Er wird geschoben, dafür ist er leichter, kompakter und meist günstiger als ein Selbstfahrer-Modell.
Am ehesten der Travelite – mit 9,3 kg das leichteste Modell im Sortiment, dazu eine Tragetasche in Reisetaschen-Grösse, die sich problemlos als Handgepäck mitnehmen lässt.
Streng genommen beides: Als Rollator wird er zum Gehen genutzt, bei Bedarf lässt er sich in einen Rollstuhl verwandeln, den eine Begleitperson schiebt. Das erklärt auch den höheren Preis im Vergleich zu den reinen Transportrollstühlen.
Nur der Action Transit Lite 2 NG ist laut Hersteller dafür zugelassen. Bei den übrigen Modellen fehlt diese Angabe. Wer den Rollstuhl regelmässig im Fahrzeug transportiert, sollte gezielt nach einem Modell mit ISO-7176-19-Zertifizierung fragen.
Ja, unabhängig vom Modelltyp: CHF 900.– Pauschalbeitrag für Rollstühle ohne Motor, alle fünf Jahre beanspruchbar. Voraussetzung sind eine ärztliche Verordnung und der Antrag bei der zuständigen Ausgleichskasse.
Alle Modelle lassen sich zusammenfalten und passen in einen durchschnittlichen Kofferraum. Der Travelite kommt zusätzlich mit eigener Tragetasche, praktisch auch als Handgepäck. Im Auto sollten Sie den zusammengefalteten Rollstuhl sichern, damit er beim Bremsen nicht verrutscht.
